Niels Heinz - 24 Jul 2018

Heubeck veröffentlicht neue Sterbetafeln „HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G“

Am 20.07.2018 hat die Heubeck-Richttafeln-GmbH neue Richttafeln zur Pensionsversicherung, die „Heubeck-Richttafeln 2018 G“, veröffentlicht. Laut Heubeck wurden nun die jüngsten Entwicklungen bei den Sterblichkeits-, Invalidisierungs-, Verheiratungs- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Daneben werden nun auch geschlechtsunabhängige Werte, d.h. Unisex-Tafeln, angeboten.

 

Bilanzielle Auswirkungen

Die bilanziellen Auswirkungen werden wohl geringer ausfallen als bei Einführung der letzten Heubeck-Richttafeln in 2005. Bei Pensionsverpflichtungen dürfte wohl mit einem Anstieg der steuerlichen Rückstellungen in der Größenordnung von ca. 1 %, in der Handelsbilanz mit einem Einmaleffekt von ca. 2 % zu rechnen sein. Die genauen Auswirkungen hängen allerdings von den individuellen Gegebenheiten im Unternehmen - wie z.B. Altersstruktur und Leistungsplan - ab. Die steuerlichen Auswirkungen aus der Sterbetafel-Umstellung sind über 3 Jahre zu verteilen, während der handelsbilanzielle Aufwand sofort zu erfassen sein wird.

 

 

Ab wann sind die neuen Richttafeln anzuwenden?

Nach der Veröffentlichung der Richttafeln 2005 G im Sommer 2005 erschien am 16.12.2005 ein BMF-Schreiben, welches die Verwendung der neuen Richttafeln bereits nach dem Tag der Veröffentlichung der neuen Sterbetafeln zuließ und zwingend für Bilanzstichtage ab dem 30.06.2006 vorschrieb. Sollte es nun zu einer analogen Auslegung von Seiten des Finanzamtes kommen, so hätte eine Firma mit Bilanzstichtag zum Jahresultimo ein Wahlrecht, ob die Einführung der neuen Richttafeln am 31.12.2018 oder am 31.12.2019 erfolgt.