HPM - 23 Sep 2020

Voraussichtliche Rechengrößen in der Sozialversicherung 2021

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die voraussichtlichen maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung für das Jahr 2021 bekannt gegeben. Die Zustimmung des Bundeskabinetts und des Bundesrates werden — wie jedes Jahr — in den nächsten Monaten erwartet. 

Aufgrund der positiven Einkommensentwicklung im maßgeblichen Zeitraum 2019 werden sich die meisten Sozialversicherungswerte im Jahr 2021 erhöhen. So ist mit einem Anstieg der  Beitragsbemessungsgrenzen in der allgemeinen Rentenversicherung, in der Arbeitslosenversicherung wie auch in der Kranken- und Pflegeversicherung zu rechnen.

Auch das Bundesministerium für Gesundheit legte den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2021 fest.

Hier ein Überblick über die vorgeschlagenen, voraussichtlichen neuen Werte:

  • Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung:

    BBG (West) 85.200 EUR p.a./7.100 EUR p.m.

    BBG (Ost) 80.400 EUR p.a./6.700 EUR p.m.

  • Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung:

    bundeseinheitlich 58.050 EUR p.a./4.837,50 EUR p.m.

  • Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze/ Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung (§ 6 Abs. 6 SGB V):

    bundeseinheitlich 64.350EUR p.a./ 5.362,50 EUR p.m.

  • Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung (§ 6 Abs. 7 SGB V):

    bundeseinheitlich 58.050EUR p.a./ 4.837,50  EUR p.m.

  • Durchschnittlicher Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung

    bundeseinheitlich 1,3 % für 2021

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Zusatzbeitrag je zur Hälfte.

    Der Zusatzbeitrag kann kassenindividuell festgelegt werden. 

  • bAV-Beitrag gem. § 3 Nr. 63 EStG

    4 % der BBG West (Entgeltumwandlung § 1a BetrAVG)

    bundeseinheitlich 3.408 EUR p.a./284 EUR p.m.

    8 % der BBG West

    bundeseinheitlich 6.816 EUR p.a./568 EUR p.m.

  • Vorläufiges durchschnittliches Entgelt für 2021 in der Rentenversicherung

    bundeseinheitlich 41.541EUR

  • Bezugsgröße in der Sozialversicherung (§ 18 SGB IV):

    alte Bundesländer 39.480EUR p.a./3.290 EUR p.m.

    neue Bundesländer 37.380 EUR p.a./ 3.115 EUR p.m.

  • Bagatellgrenze insb. für Betriebsrenten (§ 226 Abs. 2, S.1 SGB V):

    Eine Beitragspflicht besteht nur, wenn die monatlichen Einnahmen aus allen beitragspflichtigen Versorgungsbezügen (zzgl. evtl. Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit) insgesamt 1/20 der monatlichen Bezugsgröße (West) übersteigen.

    bundeseinheitlich 164,50 EUR p.m.

  • KV-Freibetrag für Betriebsrenten (§ 226 Abs. 2, S.2 SGB V):

    Übersteigen die monatlichen Einnahmen aus allen beitragspflichtigen Versorgungsbezügen (zzgl. evtl. Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit) die Bagatellgrenze gem. §226 Abs. 2 S.1 SGB IV, gilt insoweit nur für die Betriebsrenten und nur für die gesetzliche Krankenversicherung ein Freibetrag für die Beitragspflicht. Beitragspflichtig ist danach die Summe aller monatlichen bAV-Leistungen, die den Freibetrag von 1/20 der monatlichen Bezugsgröße (West) = 164,50 EUR p.m. (bundeseinheitlich) übersteigen.

    Der Freibetrag gilt nicht für freiwillig gesetzlich Krankenversicherte und nicht in der gesetzlichen Pflegeversicherung.

  • Abfindungshöchstbetrag nach § 3 BetrAVG:

    West: Rente 32,90 EUR p.m., Kapitalleistung 3.948 EUR

    Ost: Rente 31,15 EUR p.m., Kapitalleistung 3.738 EUR

  • Höchstgrenzen der Insolvenzsicherung § 7 Abs. 3 S. 1 + S.2 BetrAVG:

    West: Rente 9.870 EUR p.m., Kapital 1.184.400 EUR

    Ost: 9.345 EUR p.m.; Kapital 1.121.400 EUR

  • 1/160stel der Bezugsgröße West (§ 1a Abs. 1 S. 4 BetrAVG):

    246,75 EUR p.a. - monatlicher Mindestwert 20,56 EUR

  • Höchstgrenze des Übertragungswertes (§ 4 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 BetrAVG):

    85.200 EUR p.a.

Sollten sich Änderungen zu den erwarteten Rechnungsgrößen ergeben, werden wir zeitnah informieren. 
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung!

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