Carsten Klinger - 19 Aug 2020

Handeln, bevor die Falle zuschnappt!

Steigende Pensionsverpflichtungen sollten ernst genommen werden!

Die Zinsschmelze lässt Pensionsrückstellungen vieler Unternehmen dramatisch steigen. Bilanzen geraten zunehmend unter Druck. Eine Auslagerung von Pensionslasten kann finanziellen Freiraum schaffen

Lange Jahre haben Unternehmer auf betriebliche Direktzusagen gesetzt und von den steuerlichen Effekten gewinnmindernder Pensionsrückstellungen profitiert. Doch die Zeiten ändern sich. Durch die anhaltende Zinsschmelze geraten die Handelsbilanzen zunehmend unter Druck: Je niedriger der Zins, desto höher die bilanzielle Pensionsverpflichtung.

Nach aktuellen Hochrechnungen wird der maßgebliche Zins für die Bewertung von Pensionsrückstellungen bis zum Jahr 2023 auf circa 1,3 Prozent absinken. Im Ergebnis werden die Pensionslasten mittelfristig um 20 bis 40 Prozent außerordentlich ansteigen: Ein Gau für viele Unternehmen.

Schlechte Kennziffern führen zu operativen Problemen

Die Handelsbilanz als Aushängeschild des Unternehmens droht in vielen Fällen zu kollabieren. Unternehmenskennziffern verschlechtern sich und erschweren beispielsweise die Kreditvergabe. Auch bei einem Verkauf oder der Fusion des Unternehmens kann es zu Schwierigkeiten kommen. Ungedeckte Pensionsverpflichtungen gelten bekanntlich als "Investorenschreck". Der Druck hoher Pensionslasten zwang bereits erste mittelständische Unternehmen in die Insolvenz.

Radar aktivieren und rechtzeitig handeln

Unternehmen mit bestehenden Pensionszusagen alter Bauart sollten zeitnah eine Prognose für die Entwicklung der Pensionsrückstellungen anfordern. In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der konkreten Unternehmensziele sind verschiedene Handlungsszenarien zu prüfen.

In vielen Fällen bietet die Auslagerung der bestehenden Pensionslasten auf einen Pensionsfonds die geeignete Lösung. Auf diesem Weg können sowohl die Steuer- als auch die Handelsbilanz liquiditätsschonend von Rückstellungen befreit werden.

Professionell geplant, lässt sich eine Auslagerung von Versorgungsverpflichtungen sogar ergebnisneutral realisieren. So werden betriebswirtschaftliche Kenngrößen positiv beeinflusst und neue unternehmerische Handlungsspielräume geschaffen.

Orientierungshilfe gefragt

Die Neu-Ordnung und Auslagerung bestehender Pensionsverpflichtungen sind komplex.

Als Spezialist für die kapitalmarktorientierte Auslagerung verfügt HDI über langjährige Expertise und Erfahrung, um die Prozesse ganzheitlich zu begleiten.

Für weitere Informationen, Services und Beratungsgespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular oder per E-Mail.

 

 


 

 

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