Christel Mayer - 14 Dez 2020

Bundesregierung veröffentlicht aktuell den Alterssicherungsbericht 2020

  • bAV-Verbreitungsquote stagniert

  • Großer Nachholbedarf im Mittelstand

  • bAV-Potenziale mit flexibler Förderung in der Direktversicherung heben

Aktuell wurde von der Bundesregierung der Alterssicherungsbericht 2020 veröffentlicht. Die Untersuchung berichtet im 4-Jahresrhythmus über die Einkommenssituation, die verschiedenen Alterssicherungssysteme und die Verbreitung der zusätzlichen Altersvorsorge in Deutschland.

Folgende Kernergebnisse lassen sich festhalten:

  • Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen im Alter ab 65 Jahren ist seit 2015 um ca. 14 Prozent gestiegen und beträgt in 2019 im Durchschnitt 2.207 Euro. Bei einer Preissteigerung von 5,3 Prozent im gleichen Zeitraum, zeigt sich ein deutlicher realer Einkommenszuwachs.

  • Das Netto-Alterseinkommen alleinstehender Frauen ( 65 Jahre) beträgt mit 1.607 Euro pro Monat lediglich 88 Prozent des Einkommens alleinstehender Männer.

  • Der durchschnittliche Zahlbetrag der gesetzlichen Altersrente beträgt in 2019 für Männer ( 65 Jahre) in den alten Bundesländern 1.159 Euro monatlich — Frauen 688 Euro.

  • Die heutige Rentnergeneration ist überwiegend gut versorgt. Nur gut 3 Prozent der Rentner ( 65 Jahre) nehmen Leistungen der Grundsicherung im Alter in Anspruch.

  • In 2019 gibt es 21 Mio. aktive bAV-Anwartschaften und rd. 16,4 Mio. Riester-Verträge. Die Anwartschaften verteilen sich durch Mehrfachanwartschaften auf ca. 18,2 Mio. Beschäftigte.

  • Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen hat sich in den vergangenen Jahren von 32,6 Mio. auf 33,8 Mio. dynamischer entwickelt als der die bAV-Anwartschaften. Im Ergebnis ist die bAV-Verbreitungsquote auf rd. 53,9 Prozent im Jahr 2019 zurückgegangen (54,6 Prozent in 2017).

  • Anzahl der privaten Riester-Verträge ist seit 2017 leicht rückläufig.

  • Über alle Einkommensklassen hinweg haben 35 Prozent der ArbN keine zusätzlichen Altersvorsorge-Einkünfte. In geringeren Einkommensklassen nimmt der Anteil zu.

  • Unverändert wächst auch in 2019 der Anteil der ArbN mit bAV-Anwartschaften mit der Unternehmensgröße an. Während die bAV-Verbreitungsquote in Betrieben mit mehr als 1.000 ArbN bei 88 Prozent liegt, haben in Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl von bis zu 9 Personen nur 29 Prozent der Belegschaft eine bAV. Rund 68 Prozent der bAV-Systeme sind mischfinanziert. In 24 Prozent der Fälle zahlt ausschließlich der ArbG.

  • Der durchschnittliche bAV-Beitrag liegt bei 120 Euro monatlich und steigt mit der Höhe des Einkommens. Während bei Gehältern in Höhe von 5.500 EUR der bAV-Beitrag im Schnitt 180 Euro beträgt, wird für Löhne in Höhe von 1.500 Euro rund 72 Euro in die bAV investiert. 

Der Alterssicherungsbericht zeigt deutlich, dass Vorsorge unverändert Not tut und sich insbesondere mit Blick auf die bAV gewaltiges Potenzial bietet:

  • 35 Prozent der ArbN haben noch gar nicht vorgesorgt

  • Frauen haben häufig größere Versorgungslücken als Männer

  • 46 Prozent der ArbN haben gar keine bAV-Anwartschaft bAV-Dotierungsrahmen ist bei den meisten ArbN bei weitem nicht ausgeschöpft

  • kleine und mittelständische Betriebe haben großen Nachholbedarf

  • Riester-Förderpotenzial ist zu großen Teilen ungenutzt

Die HDI Direktversicherungen TwoTrust Selekt und TwoTrust Kompakt eignen sich hervorragend, um die bAV-Potenziale zu heben: flexibel, rechtssicher, renditestark und schlank.

Der Alterssicherungsbericht 2020 steht hier zum Download bereit:  https://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Rentenversicherungsbericht/rentenversicherungsbericht.htm

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